Alle Fakten zur neuen DOG-Halle

Investition in die Stadtentwicklung: Für rund 3,4 Millionen Euro baut die Stadt Bad Mergentheim eine neue Dreifeld-Sporthalle am Deutschorden-Gymnasium. Da in der öffentlichen Diskussion von diesem Projekt mitunter ein Zerrbild gezeichnet wird, möchten wir Ihnen auf dieser Seite die wichtigsten Fragen beantworten und erste visuelle Eindrücke geben.

Funktional, geräumig, modern: Auf Basis dieser Referenzhalle in Nieder-Olm entsteht die neue Dreifeld-Sporthalle am Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim.
Funktional, geräumig, modern: Auf Basis dieser Referenzhalle in Nieder-Olm entsteht die neue Dreifeld-Sporthalle am Deutschorden-Gymnasium Bad Mergentheim.

Warum braucht das Deutschorden-Gymnasium (DOG) eine neue Sporthalle?

Für die bisherige Halle kann aufgrund der fachlichen Aussage von Ingenieuren keine rechnerische Standfestigkeit mehr gewährleistet werden. Das liegt vor allem an der Dachkonstruktion. Seit Herbst 2014 ist die Zweifeld-Sporthalle deshalb komplett geschlossen, alle Nutzergruppen müssen auf andere Sportstätten ausweichen.

Warum wird die bestehende Halle nicht einfach saniert?

Der Gemeinderat der Stadt Bad Mergentheim hat sich mit großer Mehrheit gegen eine Sanierung entschieden, weil diese einen Millionenbetrag verschlingen würde.  Und auch eine alte Halle, die saniert wurde, bleibt eine alte Halle! Unsere DOG-Halle stammt aus den 60er Jahren. Die Sanierung wurde im Vorfeld gründlich geprüft, letztlich aber verworfen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere Schäden auftreten.

Warum wurde das erste Ausschreibungsverfahren aufgehoben?

Weil wir ein Kostenlimit von 4,5 Millionen Euro gesetzt hatten – und diese Deckelung mit Blick auf die gewünschte Ausstattung der neuen Sporthalle nicht eingehalten werden konnte. Bei diesem ersten Anforderungsprofil waren übrigens auch die Wünsche unserer Sportvereine mit eingeflossen.

Was wurde stattdessen beschlossen?

Der Gemeinderat hat sich im Juli 2016 für den Neubau einer funktionalen Dreifeld-Sporthalle entschieden. Das heißt, dass Bad Mergentheim eine ganz neue und anderthalbmal so große Halle bekommt. Diese funktionale Halle erfüllt alle Anforderungen und Ausstattungsmerkmale, die für den Schulsport und das Vereinstraining bestehen. Sie kann aber nicht allen Wünschen gerecht werden – beispielsweise Veranstaltungsort für Wettkämpfe mit Zuschauern sein.

Wer wird die neue Halle nutzen?

Sie bleibt auch künftig schwerpunktmäßig eine Schulsporthalle. Das wird etwa 70 Prozent der Belegung ausmachen. Die übrigen freien Kapazitäten stellen wir den Sportvereinen der Stadt zur Verfügung.

Ist die neue Halle eine „Billig-Halle“ oder gar ein „architektonischer Schandfleck“?

Nein! Die neue Halle basiert auf einer Stahlkonstruktion, die außen und innen verkleidet ist. Es gibt eine seitliche Fensterreihe und ein mittiges Dachlichtband, dazu den üblichen Sportbodenaufbau, Umkleide-, Lager- sowie Lehrerräume und vieles mehr. Andernorts sind solche Hallen selbstverständlich. Eine Arbeitsgruppe aus Stadtbauamt und Gemeinderat hat sich als konkrete Referenzhalle etwa die in Nieder-Olm angeschaut (lesen Sie hier einen Bericht von deren Einweihung). Von dort stammen auch unsere Bilder. Die Halle machte nicht nur auf uns einen guten Eindruck, auch die Erfahrungen, die vor Ort gemacht wurden, bestätigen dies.

Kann es jetzt keine Wettkämpfe mit Publikum in Bad Mergentheim mehr geben?

Doch, die gibt es auch weiterhin. Bad Mergentheim hat ja nicht nur diese eine Sporthalle, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft auch noch die Halle der Kopernikus-Realschule. Letztere ist für den Wettkampfsport geeignet und wird durch die größere DOG-Halle von anderen Formen der Nutzung entlastet. Wir halten künftig also einen Sport-Campus vor, der allen Anforderungen gerecht wird. Die Stadtverwaltung kümmert sich um eine optimal abgestimmte Nutzung dieses Ensembles.

Warum hat die Stadt nicht einfach mehr Geld ausgegeben und die Wunsch-Variante der Vereine gebaut?

Unsere Haushaltslage ist sehr angespannt und wir müssen mit dem Geld der Steuerzahler sorgfältig umgehen. Als wachsende Stadt steht Bad Mergentheim derzeit vor vielfältigen Herausforderungen, die ebenfalls hoher Investitionen bedürfen (lesen Sie hier zum Beispiel einen Artikel über die anstehenden Aufgaben bei der Kinderbetreuung). Auch diesen Erwartungen unserer Bürgerinnen und Bürger wollen wir gerecht werden. Oder kurz gesagt: Es geht uns um das Gesamtwohl der Stadt, das Politik und Verwaltung im Blick behalten müssen. Die Kritiker der neuen Halle bleiben einen Finanzierungsvorschlag für die ganz große Lösung leider schuldig. 

Wann ist die neue Halle fertig?

Da wir Fördermittel in nicht unerheblichem Umfang nutzen wollen – die es für eine Sanierung übrigens nicht gegeben hätte – verzögert sich der Baubeginn noch etwas. Mit einer Fertigstellung der Halle rechnen wir Ende 2018, spätestens Anfang 2019.