Digne-les-Bains

Digne-les-Bains ist die Hauptstadt des Departements Alpes de Haute Provence und gehört zur Region Provence - Alpes - Côte d’Azur.

Digne les Bains
Digne les Bains

Digne liegt 600 m über dem Meer, hat ca. 18.000 Einwohner, ist Sitz eines Bischofs, der Préfecture, eines Gerichts, sowie zahlreicher Behörden und Schulen. Die Stadt, auch Hauptstadt des Lavendels genannt, liegt an der Route Napoléon halbwegs zwischen Grenoble und Cannes.

Von Mittelgebirgen schön umrahmt, erstreckt sie sich in einem weiten Talkessel links und rechts der Bléone, die weiter westlich in die Durance mündet. Wegen seiner windgeschützten und nebelfreien Höhenlage kann sich Digne eines ausgezeichneten Klimas mit 300 Sonnentagen im Jahr rühmen.

Hier geht es zu den Internetseiten von Digne-les-Bains:

http://www.mairie-dignelesbains.fr/

Sehens- und Bemerkenswertes

Die Kathedrale Notre-Dame-du-Bourg mit romanischem Rundbogenportal stammt aus dem 13. Jahr-hundert, darin befinden sich Fresken des Jüngsten Gerichts (15./16. Jahrhundert) und ein Altarstein aus der Merowingerzeit. Die malerische Altstadt mit ihren engen Gassen und Treppen, Hausdurchgängen und romantischen Winkeln strahlt südländisches Flair aus. In weiten Bereichen ist sie zur Fußgängerzone gestaltet. Überragt wird die Altstadt von der Kathedrale St.-Jérome vom Ende des 15. Jahrhunderts und dem Kampanile mit einem für die Provence typischen durchbrochenen Glockenstuhl.

Der große Brunnen (la grande fontaine) aus dem Jahre 1821 liegt am Ende des Boulevard Gassendi, der Hauptstraße von Digne mit ihren uralten Platanen, in deren Schatten es sich so angenehm sitzen, plaudern und beobachten läßt. Das Stadtmuseum birgt Werke einheimischer Künstler und großartige naturgeschichtliche Sammlungen. Im geologischen Zentrum im Naturpark Saint-Benoît finden sich Millionen Jahre alte Fossilien und Versteinerungen.

Das Museum "Samten-Dzong" enthält Sammlungen tibetanischer Kult-, Kunst- und Gebrauchsgegenstände, welche die Orientalistin Alexandra David-Neel (1868 - 1969) bei ihren zahlreichen Forschungsreisen durch Tibet und Südostasien sammelte und der Stadt Digne hinterließ, in der sie sich seit 1927 niedergelassen hatte.

Die Heilquellen

Die Heilquellen entspringen etwa 2 km östlich von Digne am Fuße des Felsens St. Pancrace im Tal der “Heißen Wasser“ (Eaux chauds). Die fünf Digner Thermalquellen (37 - 43 Grad Celsius) enthalten Schwefel, Brom, Chlor, Jod und Kalzium. Heilanzeigen sind Krankheiten der oberen Atemwege und alle Arten des chronischen Rheumas. Die warmen Quellen waren schon in gallo-römischer Zeit bekannt und im Mittelalter wegen ihrer Heilkraft geschätzt. Die Kurgäste wohnen überwiegend in der Stadt. Zum Kurmittelhaus, das unmittelbar am Ausfluß der Quellen erstellt wurde, besteht eine regelmäßige Busverbindung.

Die Städtepartnerschaft

Im September 1960 schlug die Deutsche Geschäftsstelle der IBU (Internationale Bürgermeister-Union) unserer Stadt den südfranzösischen Kurort Digne-les-Bains als Partnerstadt vor. Nach umfangreichem Schriftwechsel stimmten die Gemeinde-räte von Digne-les-Bains am 11. August 1961 und von Bad Mergentheim am 14. September 1961 jeweils einstimmig der Aufnahme von partnerschaftlichen Beziehungen zu.

Bei einem ersten Besuch einer kleinen Digner Delegation in Bad Mergentheim im Oktober 1961 paraphierten die Repräsentanten der beiden Städte den Wortlaut der Partnerschaftserklärung in deutscher und französischer Sprache. Vom 21. bis 25. Juni 1962 reiste eine offizielle Delegation der Stadt Bad Mergent-heim, bestehend aus dem Ersten Bürgermeister-stellvertreter Dr. Emil Raupp -Bürgermeister Dr. Schier war zwischenzeitlich verstorben-, den Stadträten Josef März, Josef Metzger und Hugo Patzner nach Digne. Dort wurde am 24. Juni 1962 in festlichem Rahmen die Partnerschaftserklärung unterzeichnet.

Die Städtepartnerschaft mit Digne-les-Bains ist gekennzeichnet durch den regelmäßigen gegenseitigen Besuch offizieller Delegationen, insbesondere aber durch einen regen Jugendaustausch sowie zahlreiche Kontakte zwischen Vereinen sowie Privatpersonen.

Diese Städtepartnerschaft durchlebte in den vier Jahrzehnten ihres Bestehens Höhen und Tiefen, hat aber bis zum heutigen Tage Bestand. Man kann mit Fug und Recht sagen, daß sich die Beziehungen zwischen Bad Mergentheim und Digne-les-Bains in den letzten Jahren zunehmend verbessert haben und daß eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Städten besteht.

Vom 3. bis 7. Oktober 2001 besuchte eine Dele-gation der Stadt Bad Mergentheim die Partner-stadt Digne-les-Bains, um dort den ersten Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten “40 Jahre Städtepartnerschaft“ zu feiern. Der Gegenbesuch aus Digne fand in der Zeit vom 28. Juni bis 1. Juli 2002 statt. Im Rahmen zweier Festakte am 6. Oktober 2001 und 29. Juni 2002 unterzeichneten Bürgermeister Serge Gloaguen und Oberbürgermeister Uwe Hülsmann die “Erneuerung des Eids der Partnerschaft zwischen Bad Mergentheim und Digne-les-Bains“.

Die beiden Stadtoberhäupter vereinbarten, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten fortzusetzen, die Bande zwischen den Gemeinderäten der Kommunen zu erhalten und in der Zukunft den Austausch zwischen den Einwohnern zu unterstützen, damit durch das gegenseitige Verständnis das innige Gefühl der Brüderlichkeit noch stärker entwickelt werden könne, sowie, die Anstrengungen zu bündeln, um dazu beizutragen, dem Gedanken der Europäischen Union folgend, für immer Frieden und Wohlstand zu erhalten.