Bibelillustrationen aus sechs Jahrhunderten

Marc Chagall, David und Bathseba, Farblithographie 1956, Mourlot 132 (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Marc Chagall, David und Bathseba, Farblithographie 1956, Mourlot 132 (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Sonderausstellung: Botschaft im Bild - Bibelillustrationen aus sechs Jahrhunderten

Öffnungszeiten:
Bis Oktober: Dienstag – Sonntag 10.30 – 17 Uhr
Ab November: Dienstag – Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag/Feiertage 10.30 – 17 Uhr
Am 24./25. und 31.12 geschlossen
Montags geschlossen

Die einzigartige Ausstellung präsentiert ca. 140 Bibelillustrationen aus rund sechs Jahrhunderten. Die frühesten Werke sind die detailgenau restaurierten Kupferstiche Martin Schongauers (ca. 1450 – 1492), der in seinen Arbeiten mit einem Bein immer noch im Mittelalter und der Gotik steht. Sie wurden um 1870 von Charles Armand-Durand im Heliogravure-Verfahren nach Originalen von der Bibliotheque National Francaise in Paris veröffentlicht. Die Spannbreite reicht bis hin zu den großen Surrealisten des 20. Jahrhunderts wie Marc Chagall und dessen verträumt poetischen Lithografien zum Alten Testament. Hier wird Chagalls feste Verwurzelung in seinem jüdischen Glauben mit ihren Traditionen und Symbolen deutlich. Meisterhaft im Ausdruck sind die Holzschnitte von Gustav Doré. Aus seinem Gesamtwerk wird die Leidensgeschichte Christi gezeigt.

Von dem deutschen Expressionisten Otto Dix, der aus seinem Militärdienst im Ersten Weltkrieg als Atheist nach Hause gekommen ist, sind wahrhaft christliche und aufrichtige Holzschnitte zum Matthäus Evangelium zu sehen. Einen weiteren Höhepunkt bilden die farbigen Radierungen von Salvador Dalí zu Altem und Neuem Testament. Hier wird auf einzigartige Weise die gesamte Spiritualität eines der genialsten Künstler des 20. Jahrhunderts deutlich.

Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Stile, graphische Techniken und den unterschiedlichen kulturellen und historischen Hintergrund der Künstler. Einzig gleich bleibt eine tiefe Frömmigkeit, die jeweils unterschiedlich zum Ausdruck gebracht wird. Die Exponate wurden aus dem Fundus eines süddeutschen Privatsammlers eigens für das Deutschordensmuseum zusammengestellt.