Theater Aschaffenburg

Die wechselvolle Geschichte des Stadttheaters Aschaffenburg lässt sich an der vielgestaltigen Fassade ablesen. Der Renaissancegiebel in der Schlossgasse dokumentiert den Ursprungsbau, das "Deutsche Haus", in dessen Innenhof einst das Theater hineingebaut wurde.

© Klaus Fleckenstein
© Klaus Fleckenstein

Auch die klassizistische Fassade zum Karlsplatz erinnert an die Anfangszeit des Theaters nach 1811. Das Foyer der sechziger Jahre weist auf die Aufbauleistung der Nachkriegsgeneration hin. Die große Glasfassade, die Blicke in das geräumige Foyer und die Theatergastronomie Jedermann erlaubt, bedient sich wiederum einer zeitgenössischen Architektursprache.

Die Geschichte des Stadttheaters Aschaffenburg beginnt 1811 mit seiner Eröffnung unter dem kunstsinnigen Fürstprimas des Rheinbundes und Großherzog von Frankfurt Karl Theodor von Dalberg, vormals Mainzer Erzbischof und Kurfürst. Das Theater wurde gemeinsam mit einem Ballsaal im Hof des im 16. Jahrhundert errichteten Deutschen Haus erbaut und war von außen nur über eine klassizistische Fassade am Karlsplatz sichtbar. Der Zuschauerraum des Theaters blieb von den Luftangriffen im 2. Weltkrieg zwar weitgehend unversehrt, jedoch wird das das Theater umgebende Deutsche Haus bis auf den Nordgiebel zerstört.

Einen kurzen Überblick zur Geschichte des Theaters finden Sie hier.

 

Beim Vortrag "Von Jerusalem zum Deutschordenssaals" der sich mit Beethovens Reise, von Bonn nach Bad Mergentheim beschäftigt, am 21. April um 20 Uhr am Schönborner Hofhaus zum Storchennest von Herr Dr. phil Hans-Bernhard Spies M.A. viel über den wahrscheinlich berühmtesten hofmusiker des Deutschen Ordens erfahren.