Kommende Frankfurt - Sachsenhausen

Die zerstörte ehemalige Kommende wurde 1958 vom Deutschen Orden rückerworben, seit 1963 leben und wirken wieder Priester des Deutschen Ordens in Frankfurt. Das Priorat wurde 1998 nach Weyarn verlegt. Mit den Brüdern leben auch Deutsch-Ordens Schwestern in der Kommende. Seelsorglich wird die Pfarrei "Deutschorden" (Maria Himmelfahrt) von den Brüdern betreut.

©Deutschen Orden
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Historie

Bildrechte: ©Deutschen Orden

  • Übernahme des Münzenbergische Spital 1193
  • Bau der Elisabethenkirche südlich der Kommende 1296/70; die Einrichtung wurde von frommen Gläubigen gestiftet
  • 1309 erbaute der Orden eine „prachtvolle Kirche“
  • Große Bedeutung des Ordens im 13. Jahrhundert durch mindestens 3 Generalkapitel
  • 1324 lebten neun Ritter- und vier Priesterbrüder im Konvent
  • 1513 lebten unter Leitung des Komturs Walter von Kronberg, des späteren Hochmeisters“ acht Ritter- und sechs Priesterbrüder im Konvent
  • In den Wirren der Reformationszeit und beim Offenen Aufruhr wurde die Kommende zwar bedroht, bleib aber von Angriffen verschont
  • Von April 1533 bis zum Augsburger Interim 1548 durfte im „Deutschen Haus“ keine katholischen Messen und andere Gottesdienste stattfinden
  • Von dieser Zeit an, war die Kommende eine „katholische Insel“ in der Evangelisch-Lutherischen Frankfurter Umgebung
  • Im späteren wurde die Kommende wiederholt bei Kriegsereignissen in Mitleidenschaft gezogen. So diente sie bei der Belagerung von Sachsenhausen 1552 als Magazin. Im dreißigjährigen Krieg wurde sie von den Schweden profaniert.
  • Nachdem Mergentheim neue Ordenszentrale wurde erlebte Sachsenhausen eine Zeit des Niedergangs, bis im 16. Jahrhundert schließlich die Auflösung erfolgte.

Bildrechte: ©Deutschen Orden

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Umbauten

 

  • 1709 Abriss des Ordenshaus und im barocken Stil neu errichtet um hochadligen Ansprüchen gerecht zu werden
  • Der Hochmeister Clemens August von Bayern, Kurfürst von Köln, barockisierte um 1750 die alte, gotische Kirche
  • Der Hochmeister Erzherzog Karl Ludwig vermietete 1803 große Teile der Kommende an den Fürsten Friedrich August von Nassau-Usingen, da die Stadt Frankfurt der Aufforderung Napoleons die Güter des Deutschen Ordens einzuziehen, nicht unverzüglich nachkam.
  • Mit der Aufhebung des Deutschen Ordens durch Napoleon am 24. April 1809 endete vorläufig die Geschichte des Ordens in der Kommende Frankfurt
  • Nach dem Wiener Kongreß wurde sie als einziges Haus in den Rheinbundstaaten an den Orden zurückgegeben
  • Am 16. März 1881 ging die Kommende in den Besitz der Frankfurter Katholischen Gemeinden
  • Spreng- und Brandbomben hinterließen nach Ende des zweiten Weltkriegs eine Ruine
  • Nach dem Rückerwerb durch den Deutschen Orden wurde die Kommende wieder aufgebaut und am 16. Mai 1965 durch den damaligen H.H. Hochmeister, Dr. Marian Tumler, geweiht