Reha-Zentrum Bad Mergentheim Klinik Taubertal

Ketterberg 2
97980 Bad Mergentheim
Tel: +49 7931 5910
Fax: +49 7931 591500
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Beschreibung

Einzelzimmer: 188
Doppelzimmer: 2
Betten gesamt: 192

Preis pro Person für Übernachtung und VP für Privatpatienten: auf Anfrage

Kostenträger: 
- Rentenversicherung

Indikationen: 
- Erkrankungen von Leber, Galle, Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse
- Diabetes
- Stoffwechselerkrankungen
- Psychosomatische Erkrankungen
- Krebsnachsorge

Anwendungen

Therapieangebote
Autogenes Training (AT):
In diesem 14-tägigen Grundkurs (4 x 60 Minuten) wird die Originalmethode von I.H. Schulz vermittelt und eingeübt.

Das Verfahren basiert auf einer Selbstentspannung durch das Lenken der Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper. Geübt wird nur im Sitzen, die einzelnen Übungen dauern nicht länger als 3 Minuten. Wichtig ist der Erfahrungsaustausch über Übungserfolge in der Gruppe. Zusätzlich werden Informationen zur Wahrnehmungslenkung, zum vegetativen Nervensystem und zur Stressbewältigung mit Autogenem Training vermittelt.

Unter therapeutischer Anleitung gelingt es den meisten Patientinnen und Patienten in relativ kurzer Zeit zufrieden stellende Entspannungserfahrungen zu sammeln. Sie lernen die Gefühle von Ruhe, Schwere und Wärme kennen. Wesentlich für den Übungserfolg ist das selbständige Üben auch außerhalb des Kurses. Besonders wichtig ist, die Übungen in den privaten und beruflichen Alltag einzuplanen. Das verbessert auch die Fähigkeit der Selbstkontrolle in schwierigen Situationen.

Blutdruckgruppe:
In dieser Gruppe werden Anzeichen, Behandlungsmöglichkeiten, mögliche Komplikationen und Auswirkungen für die Lebensführung erläutert. Die selbständige Blutdrucküberwachung wird erlernt. In der Gruppe erfolgen Blutdruckmessungen und die Dokumentation der gemessenen Werte. Die Möglichkeit der Langzeitblutdruckmessung zur Kontrolle der Tagesprofile wird erklärt. Die Zusammenhänge von Nahrungsumstellung, medikamentöser Behandlung und Umstellung der Lebensführung werden besonders erörtert.

Die Gruppe findet 1 mal in der Woche über jeweils eine Stunde statt. Sie wird von einer Krankenschwester oder einem Krankenpfleger durchgeführt.

Crohn-Colitis-Gruppe
In dieser Gruppe werden medizinische Informationen zur Diagnostik und Therapie von entzündlichen Darmerkrankungen vermittelt. Besonders wichtig sind dabei Informationen zur diätetischen und medikamentösen Behandlung. Dabei wird ausführlich besprochen, wie mögliche Komplikationen erkannt und behandelt werden können und wann chirurgische Eingriffe notwendig werden.

Häufig fällt es den Betroffenen schwer, die Erkrankung auch seelisch zu verarbeiten und zu akzeptieren. Hierfür werden Hilfestellungen angeboten. Speziell wird auf psychosoziale Beratung in Familie und Beruf eingegangen.

Die Gruppe findet 2 mal wöchentlich statt. Sie dauert jeweils 90 Minuten.

Diabetesschulung
Schwerpunkt dieser Schulung stellt der Diabetes mellitus Typ II dar (Zuckerkrankheit Erwachsener). Symptome und Ursachen, sowie die notwendigen Untersuchungen werden erläutert.

Folgende Therapiemöglichkeiten werden vermittelt: Diätetische Maßnahmen, Tabletten, Insulinbehandlung und die Bedeutung von körperlicher Bewegung. Auch persönliche Fragen bezüglich möglicher Spätkomplikationen werden beantwortet. Darüber hinaus werden Möglichkeiten der Selbstkontrolle und die Dokumentation von wichtigen Werten besprochen. Weitere Themen sind die Konsequenzen für das Verhalten und die Behandlung. Die Schulung wird von einem Arzt und einer Diätassistentin durchgeführt. Die Diätassistentin informiert über Ernährungsfragen, Tagespläne, die Verteilung der Kohlehydrate und der BE's (Broteinheiten) aus den einzelnen Mahlzeiten.
Diese Schulung umfasst 2 Stunden wöchentlich.

Einzelgesprächspsychotherapie
Die Einzelgesprächstherapie gehört in der psychosomatischen Abteilung zum Basisbehandlungsprogramm. Hier können Erfahrungen aus der Gesprächsgruppe aufgegriffen und weiterbearbeitet werden. Darüber hinaus können Themen angesprochen werden, deren Erörterung in der Gruppe noch nicht gewagt wird.
In manchen Fällen ist eine Teilnahme an der Gesprächsgruppe aus therapeutischen Gründen nicht sinnvoll. Die Psychotherapie findet dann als Einzelgesprächspsychotherapie statt.

In der gastroenterologischen Abteilung besteht die Möglichkeit einer psychotherapeutischen Mitbehandlung. Diese wird durch einen Psychologen oder durch eine Ärztin beziehungsweise einen Arzt der psychosomatischen Abteilung durchgeführt.
Die Einzeltherapie findet in der Regel einmal wöchentlich statt. Sie dauert 50 Minuten.

Ergotherapie
In der Ergotherapie können Patientinnen und Patienten beim "Arbeiten" mit Ton erfahren, welche Freude es macht, mit den eigenen Händen gestalterisch tätig zu werden. Besondere Fähigkeiten oder Fertigkeiten sind nicht erforderlich. Ein wenig Mut, Neugierde und etwas Geduld reichen aus.

Die notwendige technische Anleitung wird vom Ergotherapeuten gegeben.

Motivationsgruppe bei Abhängigkeitserkrankungen
Diese Therapiegruppe ist ein Behandlungs- und Informationsangebot
- für Patientinnen und Patienten, die von sich aus ihren Umgang mit Alkohol und Medikamenten überdenken oder ändern möchten,
- für Patientinnen und Patienten, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Alkoholkonsum verändern sollten,
- für Patientinnen und Patienten, die ihren Alkoholkonsum als normal ansehen, bei denen jedoch von ärztlicher Seite eine Veränderung angeraten wird.

In der Gruppe erhalten die Mitglieder Informationen, um sich selbst und das eigene Abhängigkeitsrisiko genauer einzuschätzen. Dabei können sie Verhaltensweisen und Einstellungen kennen lernen, die einen veränderten Umgang mit Suchtmitteln erleichtern. Der Austausch mit Mitpatienten in der Gruppe ist ebenfalls wichtig und wird gefördert. Auch in dieser Gruppe gilt für alle Teilnehmerinnen selbstverständlich die Schweigepflicht.

Die Motivationsgruppe findet jeden Dienstag von 8.30. Uhr bis 10.00 Uhr statt. Sie wird von einer Diplom-Sozialarbeiterin und einer Krankenschwester geleitet.

Muskelentspannung nach Jacobson
Die Progressive (fortschreitende) Muskelrelaxation wurde von Edmund Jacobson in Chicago entwickelt. Sie war lange Zeit das im englischsprachigen Raum bevorzugtes Entspannungsverfahren.

Die PR entwickelt die Entspannung durch systematisch aufeinander aufgebaute Muskelanspannungs- und Entspannungsübungen. Durch regelmäßiges Üben kann man eine körperlich seelische Gesamtentspannung erreichen. Die einzelnen Übungen dauern bis zu 20 Minuten. Sie werden anfangs im Liegen durchgeführt. Das Verfahren ist einfach zu erlernen. Die Anwendung im Alltag ist ebenfalls möglich. Dabei wird das Verfahren im Sitzen durchgeführt. Die Übungszeit wird dann auf 3 bis 5 Minuten verkürzt. Besonders geeignet ist die Methode für Patienten, die mit dem Autogenen Training keinen Erfolg hatten oder die ein eher aktives Entspannungsverfahren bevorzugen.
Die Teilnahme an den Gruppenterminen sollte über 14 Tage regelmäßig erfolgen. Wichtig ist das regelmäßige, selbständige Anwenden, auch außerhalb des Übungskurses.

Nichtrauchertraining
In dieser Therapiegruppe werden Informationen vermittelt und konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Diese erleichtern Änderungen im Rauchverhalten. In einem ersten Schritt wird das eigene Rauchverhalten analysiert. In einem 2. Schritt werden persönliche Alternativen zum Rauchen erarbeitet und die Motivation zu Veränderungen gestärkt. Schließlich erarbeiten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich angestrebte Ziele bezüglich des Umgangs mit Nikotin.
Grundlage des Trainings ist die Erkenntnis, dass eigene Ziele dann leichter zu erreichen sind, wenn der persönliche Gewinn besonders groß ist und der Weg dorthin auch Spaß macht.

Das Nichtrauchertraining wird ärztlich geleitet und findet 3 mal wöchentlich über jeweils eine Stunde statt. Der Kurs erstreckt sich über insgesamt 3 Wochen.

Probleme am Arbeitsplatz
Im Mittelpunkt dieser Therapiegruppe stehen Probleme, die durch zwischenmenschliche Beziehungen am Arbeitsplatz auftreten, bis hin zum systematischen Mobbing.

Ziel der Therapiegruppe ist es, durch eine genaue Analyse der persönlichen Situation (Arbeitsplatzfragebogen, Soziogramm, Kommunikationsmuster, Transaktionsanalyse und ähnliche) neue Sichtweisen zu erarbeiten. Darauf aufbauend werden Problemlösungsstrategien erörtert und in Kleingruppen weiterentwickelt. Das Vorgehen in der Gruppe ist konkret problembezogen und lösungsorientiert.
Die Arbeitsplatzgruppe bietet ein wichtiges Forum zum persönlichen Erfahrungsaustausch und zur Weitergabe von konkreten Hilfen der Patienten untereinander.

Die Arbeitsplatzgruppe findet einmal wöchentlich statt. Sie dauert jeweils 90 Minuten. Sie wird von einem ärztlichen Psychotherapeuten und der Sozialarbeiterin geleitet.

Schmerzbewältigung

Die Schmerzbewältigungsgruppe steht unter dem Motto: "Der Patient soll zum Experten für die Bewältigung des eigenen Schmerzes werden".

Sie ist besonders geeignet für Patienten mit chronischen Schmerzen. Die Gruppe ergänzt die klinische Schmerzbehandlung durch gezielte Bewältigungsstrategien. Es werden zunächst Informationen über die Entstehung und den Verlauf chronischer Schmerzen vermittelt. In einem Schmerztagebuch werden Schmerzstärke, Medikamenteneinnahme und Alltagsaktivitäten eingetragen.

Im Mittelpunkt der Gruppenarbeit stehen regelmäßige Bewegungs- und Entspannungsübungen sowie Schmerzablenkungsstrategien. Gemeinsam werden Vorstellungen und ungünstige Denkweisen über den Schmerz, psychosoziale Belastungen und eine günstige Alltagsplanung erörtert.

Sport- und Bewegungstherapie
Die Sport- und Bewegungstherapie dient der aktiven Übungsbehandlung von Beschwerden im Bewegungsapparat.

Darüber hinaus führen die Zunahme von Beweglichkeit, die Verbesserung der Ausdauer und ein Nachlassen von Schmerzen naturgemäß auch zu einer Verbesserung des seelischen Gleichgewichts. Es stehen folgende Bewegungstherapien zur Verfügung:

Hockergymnastik zur Bewegung und Kräftigung von Armen und Beinen
Funktionsgymnastik in unterschiedlichen Belastungsstufen zur Verbesserung der Beweglichkeit, Muskelkraft, Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer
Rückenschule: Theorie und praktische Übungen zum rückenschonenden Alltagsverhalten (zum Beispiel rückenschonendes Heben, rückenschonendes Bücken, und so weiter)

Therapeutisches Wandern / therapeutisches Radfahren.
Diese therapeutischen Angebote dienen der weiteren Verbesserung der körperlichen Kondition

Venengymnastik dient der Aktivierung des Blutrückstroms, insbesondere aus den Beinen. Dabei werden Übungen im Sitzen und im Gehen durchgeführt.

Beckenbodengymnastik dient der Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur und wird zum Beispiel bei Blasenbeschwerden und Rückenbeschwerden eingesetzt,
das Bewegungsbad dient der Kräftigung und der Verbesserung der Beweglichkeit unter Aufhebung der Schwerkraft,
Wirbelsäulengymnastik dient der Kräftigung der Bauch-, Rücken- und Beinmuskulatur zur Behandlung von Rückenbeschwerden, Nackenbeschwerden und Schulterverspannungen,

Atemgymnastik dient dem Erlernen einer verbesserten Atemtechnik auch unter körperlicher Belastung. Sie führt zur Verbesserung des Atemvolumens und der Optimierung des Atemrhythmus.

Gesprächsgruppe für Übergewichtige
Die Gesprächsgruppe für Übergewichtige will aufzeigen, dass viele Menschen eigentlich wissen, wie sie ein geringeres Körpergewicht erreichen könnten, es ihnen jedoch schwer fällt, diese Schritte tatsächlich in Handlungen umzusetzen.
Zur Motivationsförderung werden gemeinsam mit den Patienten individuelle Ziele erarbeitet, die realistisch und kurzfristig erreichbar sind. So können sich die Betroffenen von einer oft ungünstigen Fixierung auf das Körpergewicht und das Essverhalten lösen. In diesem Zusammenhang werden auch Erfahrungen der Teilnehmer mit Diätprogrammen besprochen, die aus unserer Sicht eher ungeeignet zur Gewichtsreduktion sind.

Das Motto der Übergewichtigengruppe lautet: "Wer sein Körpergewicht reduzieren möchte, sollte dafür Sorge tragen, satt zu sein und sich wohl zu fühlen".
Ergänzt wird die Gesprächsgruppe durch zwei Vorträge, in denen aus ärztlicher und ernährungswissenschaftlicher Sicht grundlegende Informationen vermittelt werden (siehe unter Vorträgen).

Die Gesprächsgruppe für übergewichtige Patienten findet 4 mal statt. Sie dauert eine Stunde und wird von einem ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten geleitet.
Spezielle Therapieangebote in der Psychosomatik

Gruppenpsychotherapie
In der Gruppentherapie (Gesprächsgruppe) geht es unter fachlicher psychotherapeutischer Leitung darum, miteinander in Beziehung zu treten. Dabei besteht die Gelegenheit, über bestehende Krankheitssymptome oder Probleme zu sprechen. Auch das eigene Verhalten gegenüber anderen Menschen wird betrachtet. Dabei gilt es, eine besondere Aufmerksamkeit bei der Art der Beziehungsgestaltung zu entwickeln.

Die Möglichkeit, in einer therapeutisch geschützten Situation von anderen Menschen Rückmeldungen zu erhalten, ist dabei sehr hilfreich. Dies ist vergleichbar mit dem Blick in den Spiegel, in dem ich mich und meine Beziehungen zu anderen Menschen besser verstehe.

Die Gruppe findet 3 mal wöchentlich statt. Sie dauert 90 Minuten.

Körperwahrnehmungstherapie
Die Therapieform "Körperwahrnehmung" verdeutlicht die oft verlorene oder vergessene Einheit von Körper und Seele.

Diese Therapieform versucht, mit behutsamen und vielfältigen Übungen diesen Zusammenhang wieder herzustellen. Das seelische Erleben findet einen Spiegel im körperlichen Geschehen (und umgekehrt). Patientinnen und Patienten erfahren ein neues Verständnis ihrer psychosomatischen Beschwerden. Sie beginnen, die Symptome als "Sprache der Seele" über die Ausdrucksmöglichkeiten des Leibes zu begreifen.

Die Stunden beinhalten Atemübungen, Entspannungstechniken, Klangbilder und Stimmarbeit. Körpertherapie kann den Muskeltonus beeinflussen und Störungen des Atemrhythmus und anderer Körperfunktionen bessern. Durch Körpertherapie können Schlafstörungen, verschiedene Schmerzformen, Unruhe oder Ängste behandelt werden.
Wir üben in Gruppen von maximal 8 Teilnehmern. Die Gruppen finden 2 mal in der Woche statt. Der Behandlungszeitraum erstreckt sich über ungefähr 4 Wochen.

Kontaktgruppe
In der Kontaktgruppe können sich Patientinnen und Patienten der psychosomatischen Abteilung persönlich kennen lernen.

Es wird eine Gruppensprecherin beziehungsweise ein Gruppensprecher ernannt. Er beziehungsweise sie moderiert die Sitzungen. Hier können Informationen über den Klinikalltag, Freizeitunternehmungen und persönliche Erfahrungen ausgetauscht werden. Die Atmosphäre in der Klinik und die Mitgestaltung kann hier erörtert werden.
Die Kontaktgruppe findet 2 mal wöchentlich statt. Sie dauert 30 Minuten. Eine Krankenschwester nimmt ebenfalls teil.

Kunsttherapie
Kunsttherapie bewirkt vor allem seelisches Erleben. Schöpferisch tätig zu sein, liegt als natürliche Fähigkeit in jedem von uns.

Die Kunsttherapie beinhaltet den spielerischen Umgang und die Beschäftigung mit Farben, Ton oder Speckstein. Ziel ist es, in ein "inneres Gespräch" mit sich selbst und mit den anderen Gruppenmitgliedern zu kommen. Dabei geht es nicht um die Herstellung von Kunstwerken von materiellem Wert, sondern um die Entdeckung und Entwicklung ideeller Fähigkeiten.

Die Therapie findet 2 mal wöchentlich statt. Sie dauert jeweils 2 Stunden. An der Gruppe nehmen bis zu 6 Patientinnen beziehungsweise Patienten teil. Die Therapiedauer beträgt ungefähr 4 Wochen.

Spezielle Therapieangebote in der Gastroenterologie

Krankheitsbewältigung bei Tumorerkrankungen
Diese Gesprächsgruppe beinhaltet einen ausführlichen Informationsteil, der von einem internistischen Facharzt durchgeführt wird. In einem 2. Teil besteht die Möglichkeit mit einem Psychotherapeuten verschiedene Seiten der Krankheitsbewältigung zu erörtern. Dabei werden Themen wie das Erleben der Diagnose "Krebs", Krankheitsursachen aus psychosomatischer Sicht, Angst und Depression, der Erhalt von Selbstwertgefühl und Reaktionen der Umgebung angesprochen.

Wichtig ist der Erfahrungsaustausch der Patienten untereinander. Die Stärkung von persönlichen Fähigkeiten der Krankheitsbewältigung sowie das Kennen lernen von Selbsthilfemöglichkeiten ist ebenfalls von Bedeutung.

Darüber hinaus erhält der Patient Informationen über psychosoziale und psychotherapeutische Hilfsmöglichkeiten.

Die Tumorgruppe findet 2 mal wöchentlich statt. Sie dauert 90 Minuten.

Lebergruppe
In dieser Gruppe werden Informationen zur Funktion des Organs, zu unterschiedlichen Lebererkrankungen und der Lebertransplantation vermittelt.
Folgende Themen werden behandelt:

anatomischer Aufbau, Funktion und physiologische Aufgaben der Leber,
akute und chronische Lebererkrankungen, Alkoholbedingte Lebererkrankungen, Gallenwegsbedingte Erkrankungen, Viruserkrankungen,
Diagnostik und Therapie bei Lebererkrankungen, die Bedeutung von Laborwerten, Bild gebenden Verfahren (zum Beispiel Sonografie), Bedeutung Diätetik, Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung.

Darüber hinaus werden Informationen über die Leberzirrhose, deren Komplikationen und Behandlungsmöglichkeiten vermittelt.

Diese Gruppe findet einmal wöchentlich statt. Sie dauert eine Stunde und wird von einem Arzt durchgeführt.

LTX-Gruppe für Lebertransplantierte
In dieser Gruppe geht es um eine Hilfestellung zum "Leben nach Transplantation".
Es werden Medizinische Informationen zur Erfassung und Behandlung von Komplikationen, zur Ernährung und Infektionsprophylaxe vermittelt. Der Umgang mit der immunsuppressiven Therapie und mögliche Nebenwirkungen wird besprochen. Dabei wird auch auf die Probleme bei einer beruflichen Rehabilitation eingegangen. Es werden hierfür arbeitsplatzbezogene Informationen vermittelt.

Die Selbsthilfegruppe für Lebertransplantierte wird vorgestellt und deren Möglichkeiten und Grenzen für die Weiterbehandlung erläutert. Die LTX-Gruppe findet einmal wöchentlich statt. Sie dauert 90 Minuten.

Pankreasgruppe
In dieser Gruppe werden Informationen über Aufbau und Funktion der Bauchspeicheldrüse vermittelt.
Weitere Inhalte dieser Gruppe sind:

das Zusammenwirken mit den Nachbarorganen
mögliche Funktionsstörungen und Erkrankungen (zum Beispiel akute Pankreatitis, chronische Pankreatitis, Schädigung durch Alkohol, Tumore)
diagnostische Möglichkeiten
Behandlungsmöglichkeiten (zum Beispiel Substitution der Hormone der Bauchspeicheldrüse)
diätetische Maßnahmen.

Auch in dieser Gruppe ist ein wichtiges Element der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen.

Diese Gruppe findet einmal pro Woche statt. Sie dauert eine Stunde und wird von einem Arzt geleitet.

Stomagruppe
In dieser Gruppe werden wichtige Informationen für Patientinnen und Patienten mit künstlichem Darmausgang vermittelt.
Weitere Inhalte dieser Gruppe sind:

notwendige Pflege und die Möglichkeiten des Umgangs mit dem Stoma
Funktionsstörungen des Stomas und notwendige Maßnahmen
Möglichkeit einer Spülungsbehandlung.
Auch in dieser Gruppe besteht die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen.
Diese Gruppe findet einmal pro Woche statt. Sie dauert jeweils eine Stunde und wird von einem speziell in der Stomaversorgung ausgebildeten Krankenpfleger geleitet.