Hufeland Klinik

Löffelstelzer Straße 1 - 3
97980 Bad Mergentheim
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Beschreibung

Einzelzimmer: 53
Betten gesamt: 53

Preis pro Person für Übernachtung und VP für Privatpatienten: auf Anfrage

Kostenträger: 
- Gesetzliche Krankenkassen
- Private Krankenkassen
- Privatzahler

Indikationen: 
- Krebsnachsorge
- Onkologische Erkrankungen

Anwendungen

Die Theorie

1. Beseitigung störender Einflüsse

Es ist logisch, dass man versuchen muss, den Körper so gut es geht von all jenen Einflüssen zu entlasten, die sich schädlich auf den Gesamtorganismus auswirken. Eines der Hauptprobleme des Krebspatienten ist seine fehlende oder zumindest schwer gestörte körpereigene Regulation, die man mit verschiedenen Methoden wie z. B. der Thermoregulationsdiagnostik nachweisen kann. Alle langfristig negativ wirkenden Reize, z. B. chronische Entzündungsherde oder chemische bzw. physikalische Substanzen, können eine solche Regulationsstarre auslösen oder unterhalten. Sie müssen deshalb im Rahmen einer biologischen Krebstherapie unbedingt so weit wie möglich eliminiert werden.

1.1. Ernährungsumstellung auf eine optimale, vollwertige Kost
Eine Krebsdiät im eigentlichen Wortsinn gibt es nicht. Jedoch wissen wir heute, dass die Krebsentstehung durch falsche Ernährung begünstigt werden kann, dass durch eine unzureichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen der Stoffwechsel nicht optimal abläuft und so Fehlentwicklungen Vorschub geleitet wird. Die Zusammenhänge zwischen falscher Ernährung und dem Auftreten verschiedener Krebsarten sind seit Jahrzehnten durch epidemiologische, wissenschaftliche Untersuchungen bekannt.

Durch diese Studien weiß man auch, dass eine vollwertige Kost die Wahrscheinlichkeit einer Krebsentstehung deutlich vermindert Bei dieser Kost sollten pflanzliche Lebensmittel mit hohem Rohkostanteil bevorzugt werden, da diese fettarm und ballaststoffreich sind. Für den Krebskranken wesentlich ist, dass er durch eine gesunde Kost den Stoffwechsel optimiert und alles vom Körper fernhält, was dessen Entgiftungsfunktionen belastet. Wer durch seine Krankheit belastet ist, darf dem Körper keine zusätzlichen Belastungen aufbürden; er muss vielmehr dem Körper helfen, sich selbst zu helfen.

Deshalb sollte man stark gesalzene, gepökelte und geräucherte Nahrungsmittel auf jeden Fall meiden. Als besonders ungünstig erachten wir ferner Zucker, Weißmehlprodukte, Schweinefleisch und Wurst. Da ein hoher Fleischkonsum u. a. parallel geht mit dem gehäuften Auftreten von Kolon-, Mamma- und Prostatakarzinomen, sollte der Krebspatient so wenig Fleisch wie möglich essen. Die Ernährung sollte vorwiegend aus Mais, Bohnen, Reis, Getreide und ähnlicher pflanzlicher Nahrung bestehen. Diese Stoffe sind reich an Eiweiß, aber auch an sog. Protease-Inhibitoren, die möglicherweise eine wichtige Rolle im Rahmen des Krebsgeschehens spielen, und sie erhalten die Antioxidantien wie Vitamin A und E sowie Selen, die eine Entstehung toxischer Sauerstoffradikale begrenzen.

Einmal in der Woche kann man durchaus auch ein Stück Fleisch oder Fisch als Beilage zu einer vorwiegend vegetarischen Kost essen. Da nicht jeder Krebspatient Rohkost, Getreide- oder Milchprodukte verträgt, muss man gelegentlich Kompromisse machen; manchmal genügt es aber auch, wenn man dem Patienten entblähende Substanzen wie z. B. 1 bis 2 Tropfen Kümmelöl anbietet. Schwerkranke sollten häufig kleine Mahlzeiten essen; für sie sind z. B. auch die Komplettmenues einer Babynahrung günstig.

Die Änderung der Ernährungsgewohnheiten bringt mit sich, dass sich die Stoffwechsellage des Krebspatienten in der Regel deutlich verbessert. Es verbessert sich auch das Darmmilieu und damit ändert sich die Darmflora, von der wir wissen, dass sie für immunbiologische Vorgänge, die mit dem Darm zu tun haben, von Bedeutung ist.

1.2. Symbioselenkung
Unter einer Symbioselenkung verstehen wir eine Verbesserung des Darmmilieus und der dort lebenden Bakterien, die mit dem Menschen eine Lebensgemeinschaft (Symbiose) eingegangen sind. Der Darm ist unser größtes Immunorgan, das in seiner Bedeutung für Stoffwechsel und Immunsystem immer wieder unterschätzt wird. Viele Krankheiten haben ihren Ursprung im Darm und deshalb hatten schon die alten Ärzte Ägyptens den Satz geprägt: "Der Tod kommt aus dem Darm." Eine solche Symbioselenkung ohne Ernährungsumstellung ist wenig Erfolg versprechend, weil ja die Bakterienzusammensetzung unseres Darmes von dem abhängig ist, was wir täglich an Nahrung zu uns nehmen.

Deshalb ist die Ernährungsumstellung immer die Voraussetzung für eine erfolgreiche Symbioselenkung. Ziel der Symbioselenkung ist es, die Bakterienflora des Darmes möglichst rasch zu normalisieren, wodurch es zu einer Verbesserung des Darmmilieus, der Entgiftungsleistung des Darmes und der Nahrungsverwertung durch den Darm kommt. Auch die vom Darm abhängige Immunität wird damit eindeutig positiv beeinflusst, denn immerhin ist der Darm das größte Immunorgan des Menschen.

1.3. Herdsanierung
Was ist ein Herd" Es ist ein oft unscheinbarer Entzündungsprozess, der Fernwirkungen auf andere Organe oder Organsysteme entfalten kann. Wenn man einen solchen Herd nicht entfernt, so kann es passieren, dass wichtige Abwehrzentren unseres Körpers dauerhaft lahm gelegt werden; denn es gibt ein wichtiges Naturgesetz, das besagt, dass jeder chronische Dauerreiz lähmend wirkt. Ein Patient mit einem solchen „Herd“ befindet sich oft in einer sog. Regulationsstarre, bekommt z. B. kaum Fieber und wähnt sich deshalb als außerordentlich gesund. Solange diese Regulationsstarre aber nicht behoben wird, ist der Erfolg jeder biologischen Therapie in Frage gestellt. Gerade bei Krebskranken finden wir sehr häufig eine Herdbelastung vor.

Die für den Krebskranken wichtigsten und gefährlichsten Herde sind nach unserer Erfahrung ohne Zweifel die Zahn- und Mandelherde. Zu Beginn der Therapie empfehlen wir deshalb, eine Panoramaaufnahme des Gebisses anfertigen zu lassen, da man hier die beste Übersicht bekommt. Selbst das zahnlose Gebiss lassen wir röntgen, da wir schon so manche Überraschungen wie abgebrochene Wurzeln oder versteckte Weisheitszähne erlebt haben. Jeder tote oder wurzelgefüllte Zahn und jeder eingeschlossene Weisheitszahn, aber auch Zähne mit großen Schleimhaut-Taschen sind als potentielle Herde anzusehen und unbedingt zu extrahieren.

Amalgamfüllungen oder unterschiedliche Metallkombinationen im Mund lassen wir ebenfalls entfernen. Unterschiedliche Metallkombinationen im Mund führen zu Mikroströmen, die zwar von der wissenschaftlichen Medizin als unerheblich betrachtet werden, wenn man aber bedenkt, dass sich über dem Rachendach wichtige vegetative Zentren des Gehirns befinden, die auch mit Strömen arbeiten, so ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Ströme, die von unterschiedlichen Metallkombinationen im Mund herrühren, diese Hirnströme überlagern und stören.

Was die Mandeln betrifft, so zeigt die eigene Erfahrung, dass beim Erwachsenen die Mandeln in aller Regel degeneriert und chronisch entzündlich verändert sind und dass bei vielen Krebspatienten die Entfernung der oft völlig blande aussehenden Mandeln ganz erhebliche Vorteile bringt. Manche Patienten geben sogar an, dass sie sich nach der Tonsillektomie wie neu geboren gefühlt haben. Entsprechende wissenschafltiche Untersuchungen von Matzker und Güttich unterstreichen die Bedeutung der Tonsillektomie beim Krebspatienten.

1.4. Therapie von Rest-Toxikosen
Unter Rest-Toxikosen verstehen wir die Tatsache, dass manche Infektion, mit der wir im Laufe unseres Lebens konfrontiert werden, nicht restlos ausheilt, z. B. weil fieberhafte Reaktionen ausbleiben oder medikamentös unterdrückt werden. Wir gehen davon aus, dass ein Teil der eingedrungenen Erreger im Körper zurückbleibt, im System der Grundregulation gespeichert wird und Rest-Toxikosen (pathologische Reize) verursacht, die ständig die Abwehr- und Entgiftungssysteme des Körpers stören. Indem wir fieberhafte Reaktionen zulassen bzw. Fieber erzeugen haben wir wieder die Möglichkeit auf solche Prozesse einzuwirken.

1.5. Neuraltherapie nach Huneke zur Beseitigung von Störfeldern
Von Huneke haben wir gelernt, dass jede Narbe ein Störfeld sein kann, das ähnlich wie ein Herd Fernwirkungen entfaltet. Infolgedessen sollte man jede Narbe mit einem Lokalanästhetikum unterspritzen, um potentielle Störfelder auszuschalten. Auch an Narben nach einer Zahnextraktion oder Tonsillektomie ist zu denken. Aber auch Myogelosen können ein Störfeld sein und sollten dementsprechend behandelt werden.

1.6. Ausschaltung belastender Umwelteinflüsse
Ohne Zweifel sind wir in unserer hoch industrialisierten Welt außerordentlich vielen chemischen und physikalischen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Die Luft ist belastet, unsere Nahrung enthält chemische Substanzen, Konservierungsmittel und Gifte, und wir können diesen Einflüssen kaum entgehen. Dennoch sollte man versuchen, alle schädlichen Einflüsse unserer Umwelt so gut es geht zu meiden. Dies bezieht sich insbesondere auf Genussgifte, Medikamente, Röntgenuntersuchungen, die nicht unbedingt notwendig sind, aber auch auf andere physikalische Einflüsse wie z. B. allzu intensive Sonnenbestrahlung. Darüber hinaus empfehlen wir Patienten z.B. durch den Einbau von Netzfreischaltungen im Bereich des Schlafzimmers den allgegenwärtigen Elektrosmog zu minimieren.

Das Problem der so genannten „Erdstrahlen", die wir zu den physikalischen Einflüssen rechnen, soll ebenfalls kurz erwähnt werden. Wir empfehlen, nachdem die Problematik der Erdstrahlen so widersprüchlich diskutiert wird, und niemand genau sagen kann, ob es sie wirklich gibt, oder nicht, im Zweifel unseren Patienten das Bett an einen anderen Ort zu stellen, wenn sie schon jahrelang an einer bestimmten Stelle geschlafen haben und dort krank geworden sind. Was die Feststellung von Erdstrahlen mit der Wünschelrute betrifft, so muss man wissen, dass das Wünschelrutengehen (auch als "Mutung" = Vermutung bezeichnet) ein rein subjektives Verfahren ist, bei dem der Rutengänger seine subjektive Empfindung über eine Wünschelrute sichtbar verstärkt.

Wenn Sie daher schon einen Rutengänger kommen lassen wollen, so sollten Sie ihn niemals in der Wohnung arbeiten lassen, denn dann wird er stark beeinflusst und wird mit großer Wahrscheinlichkeit seine Störzonen in Ihrem Schlafzimmer finden. Lassen Sie ihn vielmehr im Keller "muten" und schauen Sie hinterher nach, welche Räume sich über eventuellen Störzonen befinden. Neben dem Rutengehen gibt es auch vielfältige pseudowissenschaftlich verbrämte Messapparaturen für Erdstrahlen; hierbei handelt es sich in der Regel um pure Scharlatanerie und Geldschneiderei, vor der ich eindringlich warnen möchte. Auch von Entstörgeräten oder Entstördecken wollen wir in diesem Zusammenhang nichts wissen, da der Patient durch solche völlig unwirksamen Mittel um sein Geld gebracht wird, ohne dass sich seine möglicherweise pathologische Schlafplatzsituation wirklich ändern würde.

1.7. Ausschaltung seelisch belastender Einflüsse
Vom Patienten selbst oft unterschätzt oder noch öfter nicht als echtes und sehr ernstzunehmendes Problem erkannt, sind die Einflüsse, die aus dem seelischen Bereich kommen. Durch das noch neue Forschungsgebiet der Psycho-Neuro-Immunologie kennen wir heute schon einige Zusammenhänge zwischen seelischen Fehlentwicklungen und deren Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem und damit auf die Abwehr unseres Körpers. Besonders langfristig wirkende seelische Einflüsse wie z. B. nicht verarbeitete Probleme in der Kindheit, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, Eheprobleme und ähnliches können einen enormen Einfluss auf unser Unter-Bewusstsein ausüben, ohne dass wir viel davon merken.

Hier gilt im Zusammenhang mit einer potentiell lebensbedrohlichen Krankheit: Wem das Leben (unbewusst) eine Last ist, hat keinen wirklichen Grund, gesund zu werden. Solche möglichen seelischen Einflüsse sollten daher unbedingt vom Patienten entdeckt bewusst gemacht werden, damit er eine Chance bekommt, um sich von deren unheilvoller Auswirkungen zu befreien. Patienten vergeben eine große Chance, wenn sie nicht bereit sind, auf diesem Gebiet an sich zu arbeiten und stattdessen ausschließlich auf irgendwelche biologischen oder sonstigen Medikamente vertrauen.

2. Beseitigung der Zweitschäden
2.1. Mesenchymtherapie
Wie wir bereits gesehen haben spielen das Mesenchym- bzw. das Grundsystem nach Pischinger eine besonders wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheiten. Aus diesem Grunde führen wir eine Therapie durch, mit der dieses System der Grundregulation angesprochen wird. Dies geschieht mit bestimmten Medikamenten, von denen wir einen positiven Einfluss auf das Mesenchym erwarten dürfen.

2.2. Fermentsubstitution
Immer wieder stellen wir bei unseren Krebspatienten fest, dass sie über Symptome einer Verdauungsinsuffizienz, wie z. B. Meteorismus, Druck und Völlegefühl im Oberbauch klagen. Wir empfehlen deshalb in diesen Fällen Verdauungsfermente zu verabreichen, von denen die pharmazeutische Industrie eine Vielzahl anbietet. Zusätzlich sollte man noch pflanzliche Präparate geben, die die körpereigene Fermentproduktion anregen, die Darmfunktion normalisieren und auch den Appetit des Patienten anheben.

2.3. Substitution von wichtigen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen
Unsere Nahrung enthält eine Fülle von Umweltgiften aber auch von Stoffen, die erst in unserem Körper zu Gift umgewandelt werden, wie z. B. die Nitrosamine. Wir geben deshalb unseren Patienten grundsätzlich Schutzvitamine wie z. B. Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E, ferner B-Vitamine und die Spurenelemente Selen, Zink und Magnesium. Die so genannten "freien Radikale", die bei vielen chemischen Umsetzungen im Körper entstehen, die aber auch bei Strahleneinwirkungen die Körperzellen schädigen, können mit Hilfe dieser Schutzstoffe abgefangen werden.

Gerade solche Patienten, die eine Strahlen- oder Chemotherapie benötigen, können erheblich profitieren, wenn sie während der konventionellen Therapie gezielt und unter ärztlicher Anleitung zu derartigen Schutzstoffen greifen. Leider sind noch sehr viele Ärzte in Klinik und Praxis über die aktuellen Forschungsergebnisse auf dem Sektor der Schutzstoffe gegen freie Radikale uninformiert und lehnen sie deshalb aus Unwissenheit zum Nachteil ihrer Patienten ab. Ein Arzt, der seinem Patienten sagt: "Davon halte ich nichts" gibt zu erkennen, dass er davon nichts weiß.

2.4. Ausleitende Therapieverfahren zur Förderung der Entgiftung
Die Förderung der Entgiftung ist ein ganz wesentlicher Punkt der Basistherapie. Hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die der Arzt individuell bezogen auf den Krankheitsfall einsetzen muss. Als einfachste Verfahren haben sich z. B. Saunabäder, Schlenzbäder, Gabe von Lindenblütentee, oder pflanzlichen und homöopathischen Medikamenten zur Anregung der Entgiftung über Leber, Niere, Haut und Schleimhäute erwiesen. Aber auch Hautreizverfahren verschiedenster Art (Schröpfen, Cantharidenpflaster u. a.) können je nach Konstitution des Patienten zur Anwendung kommen.

2.5. Autohormontherapie nach Schliephake
Unter der Autohormontherapie nach Schliephake verstehen wir die Kurzwellendurchflutung der vegetativen Zentren des Gehirns. Sinn dieser Therapie ist es, diese vegetativen Zentren, deren Funktion oft gestört zu sein scheint, anzuregen, damit sie wieder normal funktionieren.

3. Die Beseitigung des Tumormilieus und der Reaktionsstarre
3.1. Ozontherapie - HOT – SMT
Ozontherapie und HOT (hämatogene Oxydationstherapie) sind zwei sich ergänzende und alternierend anwendbare Verfahren, mit denen wir versuchen, das innere Milieu zu verbessern. Ozon reagiert bekanntlich im Blut mit bestimmten Fetten und es entstehen Ozonperoxide, die an Zellen in denen die Funktion der Oxidationsfermente gestört ist, deren oxidationskatalytische Aufgaben übernehmen. Die Sauerstoff-Versorgung der einzelnen Zelle wird dadurch verbessert. Ähnlich wirkt die HOT. Gerade ältere Patienten profitieren von der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) nach Ardenne, die sie auch zu Hause durchführen können. Die notwendigen Gerätschaften können über gute Sanitätsgeschäfte bezogen werden; den medizinischen Sauerstoff bekommt man meist über Getränkehandlungen. Der Patient sollte täglich nicht unter 2 Stunden am Stück den Sauerstoff inhalieren und sich dabei geistig und am Ende der Sitzung auch körperlich betätigen.

3.2. Aktive Fiebertherapie
Als besonders wirkungsvoll hat sich bei uns die aktive Fiebertherapie erwiesen, mit der wir Reaktionsblockaden durchbrechen, die Giftelimination des Körpers beschleunigen und vor allem das Immunsystem unspezifisch stimulieren. Im Gegensatz zur passiven Hyperthermie, bei der der Körper oder der Tumor durch entsprechende Geräte von außen her aufgewärmt wird, kommt es bei der aktiven Fiebertherapie nicht so sehr darauf an, Tumorzellen durch Erhöhung der Temperatur abzutöten. Um dies zu tun, müssten Temperaturen von ca. 43 Grad Celsius im Tumorgewebe erzeugt werden, was mit einer aktiven Fiebertherapie nicht gelingt.

Der Vorteil der aktiven Fiebertherapie liegt - im Gegensatz zur passiven Überwärmung von außen - jedoch darin, dass eine ganze Reihe immunologischer Phänomene ausgelöst wird, die sich sehr positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken können. Wir lösen das Fieber in unserer Klinik durch intravenöse Gabe bakterieller Lipopolysaccharide aus, wobei wir jedoch darauf hinweisen müssen, dass diese Therapieform in die Hand des erfahrenen Arztes gehört, da mit erheblichen Komplikationen zu rechnen ist, wenn entsprechende Kontraindikationen nicht beachtet werden.

3.3. Gabe proteolytischer Enzyme
Wir wissen seit etlichen Jahren, dass enge Zusammenhänge bestehen zwischen Entzündungen, Fibrinolyse, Thrombolyse und Metastasenbildung. Mit Hilfe von Enzymen versuchen wir u. a., schädliche Eiweiße aufzulösen, die die Tumorzelle produziert; denn mit Hilfe derartiger Eiweiss-Stoffe schützt sich die Krebszelle auch perfekt vor dem Zugriff durch das Immunsystems.

3.4. Homöopathische Zusatztherapie
In der Homöopathie bewanderte Therapeuten werden selbstverständlich auch eine homöopathische Zusatztherapie je nach Lage des Falles durchführen. Es würde zu weit gehen, die Möglichkeiten der homöopathischen Therapie hier ausführlich aufzuzeigen.

Zusammengefasst heißt das Ziel der Basistherapie: Möglichst umfassende Erkennung und Beseitigung der individuellen Schädigungsfaktoren des Patienten und Wiederherstellung eines normalen Milieus und einer normalen Regulation. Dieses Vorgehen muss die Grundlage jeder Art von Krebstherapie sein und lässt sich auch problemlos mit der konventionellen Krebstherapie kombinieren, die, so unsere Beobachtung, dadurch in ihren positiven Wirkungen verstärkt und in ihren negativen Wirkungen abgeschwächt wird.