Kultur
in Bad Mergentheim

Museum & Führungen

Literatur

Judith Hermann (2015), Foto (c) Gaby Gerster

Literatur im Schloss: Judith Hermann
29.09.2016 19:30 - 21:00 Uhr

Seit ihrem großen Debüt-Erfolg "Sommerhaus, später" ist Judith Hermann berühmt für ihren unverwechselbaren Ton, die Eleganz und Schönheit ihrer Sprache. In den Erzählungen ihres neuen Bandes "Lettipark" setzt sie so konzentriert wie leicht die Worte, zwischen denen sich das unfassbare Drama der Existenz zeigt. Was geschieht, wenn wir jemandem begegnen? Wie nah können wir den Menschen sein, die wir lieben? Durch einen Blick, eine Berührung entsteht eine plötzliche Nähe, oder Menschen entfernen sich voneinander. Kinder, Exzentriker, ein Vater, der aus der Psychiatrie verschwindet – Menschen kreuzen unseren Lebensweg, begleiten uns, machen uns glücklich und bleiben unfassbar. Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren und dort lebend, veröffentlicht in diesem Jahr ihr fünftes Buch "Lettipark". Die vielfach ausgezeichnete Autorin wird am 29. September bereits zum vierten Mal bei "Literatur im Schloss" zu Gast sein. Unser literarischer Herbstauftakt. Karten sind bei der Buchhandlung Moritz und Lux und an der Museumskasse erhältlich.

Wilhelm Genazino (Foto: (c) Annette Pohnert/Carl Hanser Verlag)

Literatur im Schloss: Wilhelm Genazino Lesung und Gespräch
23.11.2016 19:30 - 21:00 Uhr

Moderation: N. N. Zehn Jahre ist es her, dass Wilhelm Genazino das letzte Mal bei „Literatur im Schloss“ zu Gast war. Umso mehr freuen wir uns, den Büchner-Preisträger im Herbst mit seinem im August erscheinenden Roman „Außer uns spricht niemand über uns“ wieder im Deutschordensmuseum begrüßen zu dürfen. In diesem neuen Buch hat sich einer jener typischen Genazino`schen Helden, ein gescheiterter Schauspieler und Radiosprecher, in einer bequemen Mittelmäßigkeit eingerichtet. Nur in Notfällen kann er von seiner Freundin zu stärkeren Emotionen bewegt werden. Der Fall tritt ein, als Carola ihren Helden verlässt. Sie wird durch diese Notbremsung allerdings nicht glücklicher. Im Gegenteil. Wie der Zufall es will, erklärt sich die Mutter der entweichenden Freundin bereit, dem Verlassenen auszuhelfen. Kann sie ihn retten? Und will der überhaupt gerettet werden? Ob und wie, das steht in diesem so witzigen wie bösartigen Roman. Wilhelm Genazino, 1943 in Mannheim geboren und in Frankfurt lebend, gehört mit seinem umfangreichen Werk zu den prägenden Autoren und eigensinnigsten Stimmen seiner Generation. Karten an der Museumskasse und bei der Buchhandlung Moritz und Lux erhältlich.

Konzerte

Ausstellungen

Gustave Doré, Die Verkündigung

Sonderausstellung: Botschaft im Bild
02.07.2016 10:30 - 17:00 Uhr

Sonderausstellung: Botschaft im Bild - Bibelillustrationen aus sechs Jahrhunderten Öffnungszeiten: Bis Oktober: Dienstag – Sonntag 10.30 – 17 Uhr Ab November: Dienstag – Samstag 14 – 17 Uhr Sonntag/Feiertage 10.30 – 17 Uhr Am 24./25. und 31.12 geschlossen Montags geschlossen Die einzigartige Ausstellung präsentiert ca. 140 Bibelillustrationen aus rund sechs Jahrhunderten. Die frühesten Werke sind die detailgenau restaurierten Kupferstiche Martin Schongauers (ca. 1450 – 1492), der in seinen Arbeiten mit einem Bein immer noch im Mittelalter und der Gotik steht. Sie wurden um 1870 von Charles Armand-Durand im Heliogravure-Verfahren nach Originalen von der Bibliotheque National Francaise in Paris veröffentlicht. Die Spannbreite reicht bis hin zu den großen Surrealisten des 20. Jahrhunderts wie Marc Chagall und dessen verträumt poetischen Lithografien zum Alten Testament. Hier wird Chagalls feste Verwurzelung in seinem jüdischen Glauben mit ihren Traditionen und Symbolen deutlich. Meisterhaft im Ausdruck sind die Holzschnitte von Gustav Doré. Aus seinem Gesamtwerk wird die Leidensgeschichte Christi gezeigt. Von dem deutschen Expressionisten Otto Dix, der aus seinem Militärdienst im Ersten Weltkrieg als Atheist nach Hause gekommen ist, sind wahrhaft christliche und aufrichtige Holzschnitte zum Matthäus Evangelium zu sehen. Einen weiteren Höhepunkt bilden die farbigen Radierungen von Salvador Dalí zu Altem und Neuem Testament. Hier wird auf einzigartige Weise die gesamte Spiritualität eines der genialsten Künstler des 20. Jahrhunderts deutlich. Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Stile, graphische Techniken und den unterschiedlichen kulturellen und historischen Hintergrund der Künstler. Einzig gleich bleibt eine tiefe Frömmigkeit, die jeweils unterschiedlich zum Ausdruck gebracht wird. Die Exponate wurden aus dem Fundus eines süddeutschen Privatsammlers eigens für das Deutschordensmuseum zusammengestellt.

Vernissage am 10. September 10:30 Uhr

Vernissage: Orangia - die fliegende Türe
10.09.2016 10:30 - 17:00 Uhr

Am Samstag beginnt die Ausstellung mit einer Vernissage um 10:30 Uhr. Interessierte Gäste sind dazu herzlich eingeladen. Im Rahmen der Heimattage 2016 präsentiert der Kulturverein Bad Mergentheim e.V. diese Ausstellung. Für "Orangia - die fliegende Türe" ist es wichtig, dass viele Kinder die Geschichte über sie und ihre Reise zum Wald der Träume erfahren. Nach einer Erzählung haben Kinder aus den Partnerstädten Digne-les-Bains, Borgomanero und Fuefuki sowie aus Bad Mergentheim Bilder gemalt, die nun im Kulturforum zu bestaunen sind.