Eisenbahnen als Transportmittel im Krieg

Lazarettzug 1914 in Mergentheim (Foto: Philipp Eichelmann, Mergentheim)
Lazarettzug 1914 in Mergentheim (Foto: Philipp Eichelmann, Mergentheim)

Vortrag
„´Jeder Stoß ein Franzos, jeder Schuß ein Ruß!´ - Eisenbahnen als Transportmittel im Krieg”
Dr. Christoph Bittel, Historiker

„Eines der wichtigsten Vortheile eines ganzen Systems von Eisenbahnen wird darin bestehen“, so schrieb Friedrich List 1828/29, „daß es die stehenden Heere überflüssig machen, oder doch ihre unendliche Verminderung ermöglichen wird.“ Der Wirtschaftstheoretiker und Eisenbahnpionier war sich damals sicher: „Invasionskriege werden aufhören“. Leider erwies sich diese euphorische Zukunftsprognose als falsch, schon bald erkannten die Militärs die kriegswichtige Bedeutung eines Eisenbahnnetzes für den Transport von Truppen, Ausrüstung, Waffen und Lebensmitteln. „Jeder Stoß ein Franzos“ und „Jeder Schuß ein Russ“ schrieben vor hundert Jahren deutsche Soldaten siegessicher an ihre Eisenbahnwaggons. Der Abend soll einen Einblick in die militärische Bedeutung der Bahn während des Ersten Weltkrieges (1914-1918) im nördlichen Württemberg bieten.

Um Anmeldung unter gudrun.mueller@deutschordensmuseum.de wird gebeten.