Bad Mergentheim

Naturnahe Energieerzeugung in Bad Mergentheim

Eine zuverlässige und ressourcenschonende Energieversorgung ist das Ziel der von der Bundesregierung propagierten Energiewende. Die Stadt Bad Mergentheim engagiert sich seit Jahren für eine Reduzierung der Umweltbelastungen sowie des städtischen Gesamtenergieverbrauchs.

So wurde bereits im Jahr 2004 ein kommunales Energiemanagement eingeführt. Um sich einen besseren Überblick über den Verbrauch der Gebäude zu verschaffen, wird jährlich ein Bericht erarbeitet.

Ein Drittel des städtischen Gesamtenergieverbrauchs entfällt auf die Schulen – hier liegen die größten Einsparpotenziale. Neben der energetischen Sanierung sind in den letzten Jahren weitere umfangreiche Energiesparmaßnahmen an den Gebäuden realisiert worden.

Auch die Umstellung der Straßenbeleuchtung, Signalanlagen und der Weihnachtsbeleuchtung auf energiesparende LED- Lampen bringt enorme Kosteneinsparungen mit sich. Durch die nachhaltige und vorausschauende Energiepolitik hat sich der Gesamtenergieverbrauch der Stadt Bad Mergentheim um mehr als ein Drittel reduziert.

Leuchtturmprojekt Naturwärmekraftwerk

Rund 13 Millionen Euro Investitionssumme, über sechs Kilometer Fernwärmeleitung durch die Stadt, Straßensanierungen mit einer Investitionssumme von mehr als drei Millionen Euro. Dies sind die beeindruckenden Zahlen des neuen modernen Naturwärmekraftwerks in Bad Mergentheim, das 2013 ans Netz ging. Die Stadt verfügt damit über eine eigene umweltfreundliche und kostengünstige Energiequelle. Als Energieträger dienen naturbelassene Holzhackschnitzel, die aus der Landschaftspflege, Wäldern der Region und Straßenbegleitgrün stammen. In der Endausbaustufe soll die Anlage rund 2000 Haushalte mit umweltfreundlicher Energie versorgen.

Die Fernwärmeleitungen wurden quer durch das Stadtgebiet bis zum Solymar verlegt. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat haben die Synergieeffekte durch den Bau der Fernwärmetrasse genutzt und gleichzeitig Straßensanierungsmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt.