2. Münster St. Johannes, Kirchstraße

Die Johanneskirche ist seit ihrem Bestehen die Kirche der Bürgerschaft (im Gegensatz zur Hofkirche im Schloss und der Marienkirche im Dominikanerkloster). Der Johanniterorden als Patronatsherr war an ihrer Errichtung maßgebend beteiligt. Anstelle einer vormaligen Kapelle, die dem Hl. Kilian geweiht war, wurde sie, nach neuesten Forschungen, zwischen 1270 und 1290 erbaut und 1983 zur katholischen Münsterkirche erhoben. Zahlreiche Um- und Anbauten in der folgenden Zeit veränderten die ursprüngliche Raumwirkung.

Münster St. Johannes
Münster St. Johannes

Die Seitenschiffe und der schöne Chor zeigen sich aber noch im Originalbestand. Die Einwölbung des Mittelschiffs, bis dahin mit einer Flachdecke überspannt, erfolgte erst 1584. Nördlich des Chores befindet sich die sog. Eck’sche Kapelle mit dem Grabmal des Stifters. In deren Obergeschoss ist der Kirchenschatz ausgestellt (Besichtigung nach Vereinbarung mit dem katholischen Pfarramt). Außen, am Wandpfeiler des Westgiebels das Eichmaß der „Mergentheimer Elle“. Bis zum Pestjahr 1541 stand die Kirche inmitten des ersten, uralten Friedhofes.